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Was bedeutet eigentlich "grauer Star" (Katarakt)?

Das Wort Katarakt bedeutet "Wasserfall" bzw. "Herabstürzen" (griechisch-lateinischer Ursprung des Wortes). In der Antike nahm man an, daß in oder hinter der Augenlinse Substanzen herabstürzen bzw. fliessen, da der Seheindruck beim "grauen Star" dem Blick durch einen Wasserfall ähnelt (getrübt). Der Begriff "Star" ist im deutschsprachigen Raum seit dem 8. Jahrhundert eigentlich eine Bezeichnung für Linsentrübungen und das Wort "Star" bezieht sich auf das "Erstarren" dieser vermeintlichen vorher beschriebenen Flüssigkeit in oder hinter der Linse. Bei extrem fortgeschrittenen Linsentrübungen, die man heutzutage nur noch sehr selten antrifft, erscheint durch die Trübung der Augenlinse die Pupille weiß statt schwarz. Für den Patienten bedeutet dies aber auch eine fast völlige Erblindung des Auges, da durch eine solch stark eingetrübte Linse das Sehen sehr stark beeinträchtigt ist. Lange bevor sich eine Linse völlig eintrübt bemerkt der Patient jedoch schon eine deutliche Sehminderung.

Wann sollte der graue Star eigentlich operiert werden?

Aufgrund der kurzen Operationszeit, der Einfachheit des ambulant durchführbaren Eingriffs und der sehr guten operativen Resultate, wird heutzutage ein "grauer Star" schon bei geringerer Einschränkung der Sehleistung (ab 50-60% Sehschärfe) operiert bevor eine mehr oder minder totale Erblindung eingetreten ist. Die Entscheidung zum Operationszeitpunkt legt der Patient im gemeinsamen Gespräch mit dem Augenarzt fest. Feste Regeln zum Operationszeitpunkt gibt es nicht. Man hat Zeit, individuelle Ansprüche des Patienten stehen im Vordergrund. Eine Notfallsituation besteht beim grauen Star niemals. Es bleibt also immer genügend Zeit den optimalen Operationszeitpunkt nach den Wünschen des Patienten zu planen.

Operation des grauen Stars (Katarakt)

Ohne ein gutes Sehvermögen ist unsere Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Ab dem 45. bis 50. Lebensjahr verschlechtert sich das scharfe Sehen in der Nähe allmählich. Man spricht von Altersichtigkeit.

Ab dem 60. Lebensjahr bemerken die meisten Menschen eine weitere Veränderung ihres Sehvermögens. Farben und Kontraste verblassen, das Auge reagiert empfindlicher auf helles Licht. Bei dieser meist altersbedingten Trübung der Linse wird das Sehvermögen beeinträchtigt und die Patienten haben das Gefühl wie „durch einen Schleier“ zu sehen.

Bei der Katarakt Operation wird die getrübte Linse durch einen nur 2mm kleinen unsichtbaren Einschnitt am Rand der Hornhaut abgesaugt und durch eine meist faltbare künstliche Linse (Intraokularlinse) ersetzt. Die notwendige Brechkraft der künstlichen Linse kann der Arzt vorher sehr genau bestimmen. Mittels Ultraschall oder mittels anderer optischer Verfahren (Laser) wird die Länge des Augapfels und die Hornhautkrümmung gemessen und die passende Kunstlinse berechnet.

Es wird meist zunächst nur ein Auge operiert. Ist auch das andere Auge betroffen, kann der zweite Eingriff kurze Zeit später erfolgen.

Die Operation wird von Ihrer Krankenkasse übernommen. Moderne und extrem genaue Messverfahren zur exakten präoperativen Berechnung der einzupflanzenden Intraokularlinse mittels "IOL Master" werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt.

Die von den Krankenkassen bezahlten standard Monofokallinsen ermöglichen Ihnen nach der Operation meist ein brillenloses sehr gutes Sehen entweder in die Ferne oder, wenn gewünscht, in die Nähe, jedoch nicht beides. Eine Nah- oder evtl. auch eine Fernbrille wird nach der Operation mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit erforderlich sein, insbesondere bei Patienten mit vorbestehendem Hornhautastigmatismus.

Falls eine Intraokularlinse mit Zusatznutzen gewünscht bzw. erforderlich ist (z.B. multifokale Intraokularlinse für das brillenlose scharfe Sehen in die Ferne und Nähe bzw. eine Speziallinse bei Hornhautastigmatismus), muss der Patient ebenfalls mit nicht unerheblichen Zusatzkosten rechnen.

Weiterhin empfehlen wir bei noch relativ jungen Patienten sowie bei Patienten mit beginnender Makuladegeneration spezielle Intraokularlinsen mit "Blaulichtfilter" um die Netzhaut bzw. Makula vor den vermutlich schädlichen blauen Sonnenlichtanteilen zu schützen. Auch bei diesen Speziallinsen entstehen dem Patienten zusätzliche Kosten.

Mit der Katarakt-Operation kann in den meisten Fällen wieder ein klarer Blick und eine gute Sehschärfe erreicht werden. Komplikationen während oder nach der Operation sind selten. Der Eingriff gilt als eine der sichersten Operationen überhaupt.

Die häufigsten bekannten Komplikationen bei der Kataraktchirurgie sind

  • Infektionen
  • Netzhautablösung
  • Augeninnendruckanstieg vorübergehend oder permanent
  • Netzhautschwellung (meist vorübergehend)
  • operative Beschädigung des Auges (z.B. Regenbogenhaut, Pupille)
  • Sehverschlechterung
  • unerwüschtes refraktives postoperatives Ergebnis
  • Anisometropie
  • Doppelbildwahrnehmung
  • verminderte Kontrastwahrnehmung
  • Halos um Lichtquellen / Ghosting ("Geisterbilder")
  • vermehrte Blendungsempfindlichkeit
  • veränderte Farbwahrnehmung
  • Nachbehandlung bzw. Nachoperation bei nicht optimalem Ergebnis

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